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Island 2002 - Ostfjorde

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Inhaltsverzeichnis

Die Ostfjorde

-Durch das Land der Elfen-

Kurzcharakteristik: Diese wunderschöne Wanderstrecke zeichnet sich vor Allem durch ihre Einsamkeit aus. Eindrucksvoll präsentiert einem dieser Weg die mächtigen Fjordlandschaften im Osten Islands. Die Umgebung von Bakkagerði gilt als das eigentliche Zentrum der Elfen, und wenn man durch die wolkenverhangenen Fjorde wandert, fragt man sich dann doch ob denn nicht doch der Elfenkönig in diesen Bergen wohnen könnte…

Dauer: 3 Tage

Gesamtstrecke: 63 km

Anspruch: Diese Wanderstrecke gehört eher zu den leichteren Trekkingtouren. Der Weg ist durchgehend markiert und führt größtenteils über recht breite Wege. Stellenweise ist zwar ein wenig Steigung zu überwinden, das jedoch ohne Klettern. Wie überall ist jedoch das Wetter gerade bei dieser Tour ein sehr tückischer Faktor. Besonders die erste Etappe kann bei dichtem Nebel sehr schwierig werden; schnell ist man vom Weg abgekommen.

An- /Abfahrt: Von Egilstaðir fährt ein kleiner Bus nach Bakkagerði, der hauptsächlich Post und Lebensmittel transportiert, aber auch Passagiere mitnimmt. Dazu muss man sich jedoch einen Tag vorher an der Rezeption des Campingplatzes für die Fahrt anmelden. Es ist auch kein Problem sich vor Bakkagerði am See Vatnsskarð absetzen zu lassen, wo die Wanderung beginnt (auch wenn einen die Busfahrer bei gewissen Witterungen für verrückt erklären…) Von Seyðisfjörður fährt ebenfalls ein Bus zurück nach Egilstaðir.

Die Geisterstadt Húsavik
Die Geisterstadt Húsavik

Übernachtung: Hier muss größtenteils im Zelt übernachtet werden, am Ende der zweiten Etappe findet sich auch eine wunderschöne Hütte, die jedoch auch nicht ganz günstig ist und im Sommer meistens bewirtschaftet ist.

Kartenmaterial: Blað 113 Dyrfjöll


1. Etappe: Vom Vatnsskarð nach Bakkagerði

Nachdem man vom Bus am See abgesetzt worden ist, beginnt der Weg abseits der Straße mit einer ordentlichen Steigung. Hier stehen am Anfang die Markierungspflöcke recht weit auseinander; sollte man sie aus den Augen verlieren hält man am Besten direkt auf die Runde Kappe des Geldingafjall zu. Hier hat man bei gutem Wetter eine fantastische Aussicht über die Umgebung. Vom Geldingafjall fürht der Weg weiter über die Kuppe Súlur auf die Felswände des Dyrfjöll zu, der Heimstatt des Elfenkönigs, die sich nun immer bedrohlicher in Szene setzen. Nun führt der Weg in ein Geröllfeld namens Stóruð hinab, wo man auf eine Weggabelung trifft, nach Osten führt hier der richtige Weg einen steilen Weg zum Dyrfjöll hinauf. Von hier aus führt der Weg ständig an der Nordfront des mächtigen Felsmassivs entlang. Hier wird das Vorwärtskommen ständig durch Geröllfelder in allen Größen beschwert, beim Queren der mit losem Geröll bedeckten Steilhänge ist Vorsicht angebracht. Nach dieser beschwerlichen Etappe führt der Weg schließlich zum Urðalsvarp hinauf, einem kleinen Pass am Nordausläufer des Dyrfjöll. Der Aufstieg erfolgt hier erneut über loses Geröll. Vom Pass aus geht es dann immer weiter abwärts an den Flussläufen der Grjótá entlang in das Tal des Borgarfjörður. Hier bietet sich die eine oder andere windgeschützte Senke als Zeltplatz an.

wolkenbehangene Fjorde
wolkenbehangene Fjorde

2. Etappe: Von Bakkagerði nach Húsavik

Von dem verschlafenen Ort Bakkagerði folgt man dann eine lange Zeit der schotterigen Straße Nr. 946 in das Innere des Tals nach Süden. Nach ca. 2 h zweigt schließlich eine Jeeppiste nach Südosten ab. Nachdem diese einen Fluss über eine Brücke gequert hat, führt der Weg stetig den Berg hinauf bis zum Pass über die Húsavikurheiði zwischen den Bergen Náttmálafjall und Hvitserkur. Während der Weg nun wieder ins Tal hinabführt, lohnt sich eine genauere Betrachtung des Hvitsekur. Der ganze Bergkegel ist von schwarzen Basaltadern durchzogen, weshalb er von den Einwohnern auch den Namen "Röndólfur - der Gestreifte" bekommen hat.

Weiterhin führt der Weg hinab ins Gunnhildardalur, wo schließlich auch der schäumende Bach Gunnhildará durchfurtet werden muss. Nun steigt man hinab ins Tal von Husavik, auf der anderen Seite des Tales findet sich die Dalland- Wanderhütte, bei der man auch gut mit dem Zelt übernachten kann. Weiterhin lohnt sich hier ein kleiner Abstecher nach Osten an die Küste zu dem verlassenen Fischerort Húsavik. Die meisten Häuser hier sind Ruinen, nur ein Ferienhaus und die Kirche scheinen noch gepflegt zu werden.

Nachtlager in verwunschener Landschaft
Nachtlager in verwunschener Landschaft

3. Etappe: Von Húsavik nach Klyppstaðir

Hinter der Wanderhütte in Dalland führt die Jeeppiste weiter den Berg hinauf nach Süden zum Pass Nessháls hinauf, von wo aus der Weg hinunter in den Loðmundarfjördur führt. An den Hängen hier findet man unzählige Mengen von Blaubeersträuchern, Grund genug für eine kleine Pause. Die Piste führt anschließend weiter Richtung Westen in den Fjord hinein, vorbei an so manchem verlassenen Hof. Nach der Überquerung des Flusses Hrauná über eine Brücke erreicht man den Gasthof Stakkahlið. Doch auch auf der Landzunge am Grunde des Fjordes lässt sich hervorragend zelten.

4. Etappe: Von Klyppstaðir nach Seyðisfjörður

Vom Gasthof Stakkahlið gelangt man schnell nach Süden zum Fluss Fjarðará. 300m Flussaufwärts findet sich eine Fußgängerbrücke, über die der Fluss gequert werden kann. Der Weg führt nun über das Grundstück eines kleinen Hofes am Strand des Fjordes entlang, bis der Weg mit leichter Steigung parallel zum Fjord an alten Telefonmasten vorbei ins Gebirge hinaufführt. In einer Höhe von ca. 100m steigt der Weg weiter ins Hängetal Hjálmárdalur hinauf; große Steinmänner säumen hier den Weg und führen hinauf zum Plateau Hjálmárdalsheiði und dem Pass Krakaskarð. Von hier aus kann man auch schon das Hafenstädtchen Seyðisfjörður erkennen. Der Abstieg in den Fjord ist hier sehr steil, nachdem ein kleiner Bach hier steinehüpfenderweise überquert worden ist, endet der Weg schließlich an der Straße nach Seyðisfjörður. Von hier aus muß man den restlichen Weg auf der Straße zurücklegen.